Spanpauer goes Schweden

Außer rudimentär bei Ikea spreche ich kein Schwedisch…
…das hält schwedische Journalisten jedoch nicht auf meine Texte zu lesen und als Quelle für ihre eigenen zu verwenden. Erik Niva, der Schwedische Sportjournalist des Jahres 2012, fand meinen „Alaba Effekt“ so spannend, dass er ihn gleich bei sich eingebaut hat – da verzeihe ich auch den etwas verhunzten Namen.

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Ich weiß zwar nicht, wie ich zu dieser Ehre komme, aber ett stort tack!

Link: http://www.aftonbladet.se/sportbladet/kronikorer/erikniva/dokument/article17630411.ab

hosted by Paramore – gotv Juni 2013

Fangirling!
2013 brachte mich die Reise zum TV-Sender gotv. Nach zwei Wochen im Praktikum ging es in großen Schritten Richtung Nova Rock, wo ich mein erstes TV-Interview + hosted by auf einem Festival bestritt.

Ausgerechnet Paramore – eine meiner absoluten Lieblingsbands – sollten meine ersten Festival-Interviewpartner sein.

Äußerlich blieb ich ganz cool, innerlich kreischte ich wie ein kleines Kind, als Hayley Williams nach dem Dreh mein Outfit lobte und für ein Foto posierte. Memories!

DAS „FETTE SCHWEIN“ INTEGRIERT SICH – ODER DOCH NICHT? – Biber Feb. 2013

„Schau dir die da drüben an, so ein fettes Schwein!“, solche und andere Beleidigungen hört man tagtäglich auf den Straßen. Mir tun sie weh, obwohl mich wahrscheinlich niemand als „fettes Schwein“ bezeichnen würde. Nicht mehr!

Jedes Mal, wenn sich jemand über „fette Kinder“ das Maul zerreißt, schreit das fette Kind in mir auf. „Was ist denn los?“, höre ich manchmal. Tja, ich war eines dieser „fetten Kinder“ über die sich so gerne lustig gemacht wird. Ich wurde als Kind ausgelacht, gehänselt und beschimpft. Da ist er, der Grund wieso ich nicht lachen kann. Sorry!

Jetzt wiege ich fast halb so viel wie früher. Die Menschen in meiner Umgebung scheinen sich schnell daran gewöhnt zu haben –  man kann sich mich sogar „gar nicht mehr anders vorstellen“. Hin und wieder höre ich sogar aus Mündern alter Bekannter abfällige Bemerkungen über Übergewichtige. Ich kann es kaum fassen! Vergessen sie so schnell?

Massig, füllig oder korpulent? Nein, schlicht und ergreifend „fett“ ist das Wort, das am meisten fällt, wenn über dieses Thema gesprochen wird. Viele Dinge fanden wohl früher hinter meinem Rücken statt. Klar habe ich viel mitbekommen, aber nun merke ich erst richtig, wie dünne Menschen Dicke wahrnehmen.

Leute, die mich erst seit rund einem Jahr kennen, kennen nur einen Teil von mir – die Hälfte genauer gesagt. Wenn man es mir auch nicht ansieht, ich habe immer noch 125 Kilo – ganz tief in mir. Ich gehe immer noch außen herum, wenn zwei Tische nah aneinander stehen, weil ich annehme, nicht durchzukommen. Wenn ich mir meine Kleidung ansehe, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, hineinzupassen. Einen Baum hochzuklettern, erscheint mir nach wie vor als unmöglich. Weiterlesen

Der Alaba Effekt – Biber November 2012

Mein Leben als „Bounty“ – innen weiß und außen schwarz – war bisher eher zach, doch jetzt scheint sich etwas zu ändern. Star-Kicker David Alaba und Co. sind plötzlich voll angesagt. Werde auch ich jetzt cool?

Vor Kurzem ist mir was Witziges passiert. Hinter mir am Gehsteig höre ich zwei Männerstimmen und ein paar Wortfetzen tiefstes Wienerisch. Ich bemerke, wie die Männer versuchen, mich einzuholen. Ihre Schritte werden schneller. Mental bin ich schon auf eine rassistische Ansage oder den x-ten dummen Spruch auf Englisch gefasst. Doch nein. Die zwei – ich schätze sie auf 45 Jahre – beginnen ganz normal mit mir zu quatschen und wollen meine Herkunft wissen. Huch, das ist neu. Verdutzt erkläre ich ihnen, dass ich Österreicherin bin und mein Vater aus Nigeria stammt. „Wie der Alaba!“,  sagt der eine mit großen Augen. Noch komplett überrascht von der Situation sage ich: „Ja, mit dem  hab ich als Kind sogar gespielt.“ Zur Erklärung: Man kennt sich in der Community, unsere Eltern waren befreundet. Und so krabbelte ich mit dem späteren Star-Kicker zwischen Bauklötzchen und der Holzlokomotive um die Wette. Erst kürzlich hab ich alte Fotos von uns beiden gefunden. Die zwei Männer sehen mich noch eine Zeit staunend an und wünschen mir einen „ganz, ganz schönen Tag“. Danke David! Durch dich scheint sich etwas zu tun in Österreich. Das verfestigte Bild vom dunkelhäutigen, aidskranken Drogendealer, bekommt Risse – durch Talente wie Alaba, bei denen die Hautfarbe vielen offenbar egal ist. Aus automatischer Ablehnung wird Neugierde. Vielleicht kommt nur mir das so vor, aber es tut sich was.

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Österreichs Champions

Auch andere schwarze werden Teil dieses neuen Bildes, etwa Alabas Schwester Rose, die Finalistin bei Popstars-Mission Österreich war, oder Lydia Obute, die Gewinnerin von Austria’s Next Topmodel. Claudia Unterwerger kennt man als Stimme von Fm4 und als Gesicht vom ZiB-Flash. Und Arabella Kiesbauer ist ja schon lange ein Fixstern am österreichischen Fernsehhimmel. Ziemlich gestaunt habe ich über den Privatsender Puls 4, der David, Rose, Lydia Obute und India Callender, die Finalistin des Kiddy Contests 2011 von Plakatwenden strahlen hat lassen – mit dem Titel „Österreichs Champions“. Ist das ein neues Movement?

Den gesamten Text findest du unter http://www.dasbiber.at/content/der-alaba-effekt

About Me

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(c) Helena Wimmer

Mein Name ist Vanessa Spanbauer, BA MA. Ich bin 32 Jahre alt, Freie Journalistin, Freie Kuratorin und Historikerin aus Wien und mache mittlerweile seit über 12 Jahren „irgendwas mit Medien“.

Den Bachelor in Geschichte habe ich an der Universität Wien abgeschlossen. Danach folgte der Interdisziplinäre Master „Zeitgeschichte und Medien“ ebenfalls an der Universität Wien.

Meine journalistische Arbeit findet sich unter anderem auf Plattformen wie taz, BIBER, ORF, gotv, Vice/Noisey, enemy.at & derStandard.at. Außerdem war ich ebenso als Chefredakteurin des Magazins „fresh – Black Austrian Lifestyle“ tätig, Redaktionsmitglied beim feministischen Magazin an.schläge und verfasste 2022 eine Kolumne beim Kurier. Eine kurze Zeit verbrachte ich in einer Agentur für Digitale Kommunikation & PR, bis es für mich bis 2020 in die Öffentlichkeitsarbeit zum Verein ZARA Zivilcourage & Anti-Rassismus-Arbeit ging.

2018 mit dem Projekt „Blackening Vienna“ betraut, das sich auf die Präsenz von Menschen mit afrikanischen Wurzeln in Wien seit 1918 konzentriert. Von 2020 bis 2022 beschäftigte ich mich mit Kolonialen Objekten in Österreichischen Bundesmuseen für das Technische Museum Wien. Ebenso war von 9. Dezember 2021 bis 3. Juli 2022 die Ausstellung „Jetzt im Recht! Wege zur Gleichbehandlung“ im Wiener Volkskundemuseum zu sehen, die ich zusammen mit Johanna Zechner und Niko Wahl kursieren durfte und die anschließend ins Volkskundemuseum Graz wanderte und 2024 im Tiroler Volkskunstmuseum zu sehen sein wird.

Aktuell kuratiere ich eine Ausstellung für das Wien Museum und für das Jüdische Museum Wien.

Im Projekt Advancing Equality Within The Austrian School System (AEWTASS) zeichne ich mich für Workshops im Medienbereich verantwortlich.

Bin derzeit offen für neue Projekte. Bei Anfragen bitte einfach eine kurze Mail senden.

Gewinnerin „Österreichischer Zeitschriftenpreis“ 2016 in der Kategorie „Lifestyle, Gesundheit & Soziale Verantwortung“ für die Story „Generation Schwarz/Weiß – die Kinder der GIs“ / fresh – Black Austrian Lifestyle

Preisträgerin des Ari Rath Preises für kritischen Journalismus 2022 für die Verdienste und das Engagement im Bereich von Flucht und Vertreibung.


 Kontakt:

Vanessa Spanbauer
spanbauer.vanessa@gmail.com

Header-Foto: (c) Philipp Horak
http://www.philipphorak.com