Bei „Im Zentrum“

Seit dem Tod von George Floyd sind die #BlackLivesMatter Proteste nicht mehr aufzuhalten. Doch institutioneller und struktureller Rassismus begleiten Schwarze Menschen schon sehr lange. Als ich gebeten wurde bei der ORF Sendung „Im Zentrum“ darüber zu sprechen, wusste ich, dass wir thematisch nicht nur in den USA bleiben können, sondern uns auch mit dem Phänomen Rassismus in Österreich auseinandersetzen müssen.

Hier kleine Ausschnitte aus der Sendung:

Schwarze Minderheitenbewegungen

Kürzlich hatte ich wieder die Möglichkeit meine beiden Disziplinen – den Journalismus und die Geschichtswissenschaft zu verknüpfen und einen Beitrag für die Initiative Minderheiten schreiben.

KampagneBlackAustria
Fotocredit: Kampagne BlackAustria

In dem Beitrag geht es um Schwarzes Engargement in Österreich und die Möglichkeiten des Schwarzen Widerstands. In den Zeiten von #BlackLivesMatter ist Schwarze politische Arbeit in aller Munde, doch die Arbeit und Forderungen von Schwarzen Menschen in Österreich sind schon seit Jahrzehnten präsent – wenn nicht schon seit Jahrhunderten.

Den gesamten Beitrag gibt es unter https://initiative.minderheiten.at/wordpress/index.php/2020/03/schwarze-minderheit/

Zwischen Stagnation und Veränderung – ZARA Rassismus Report 2019

Für den diesjährigen ZARA Rassismus Report hatte ich die Freude gleich zwei Texte beisteuern zu dürfen – einer davon war ein Gespräch.

Viele unterschiedliche Menschen machen Anti-Rassismus-Arbeit, teilweise über Jahre und Jahrzehnte hindurch, häufig ehrenamtlich. Wir haben einige Expert*innen und Vertreter*innen von verschiedenen Vereinen zu einem Gespräch über die Reflexion der eigenen Arbeit eingeladen. Sie geben Einblicke in das Phänomen Rassismus. Vanessa Spanbauer spricht mit Elif Adam (Dokustelle), Persy-Lowis Bulayumi (IDB), Mirjam Karoly (Romano Centro) und Denise Landau (ehem. FGA) über von Rassismus-betroffene (sozial konstruierte) Gruppen, den öffentlichen Diskurs in Bezug auf Rassismus und Wünsche für die Zukunft.

Bildschirmfoto 2020-07-03 um 19.56.27

Das Gespräch gibt es unter https://zara.or.at/de/wissen/aktuelles/n/news/OQwoOyyPh/Im_Gespräch:_Zwischen_Stagnation_und_Veränderung

20 Jahre Rassismus 
in den Medien – ZARA Rassismus Report 2019

Medien haben Verantwortung, wenn es um das Thema Rassismus geht, denn kaum ein anderer Bereich ver- fügt über derart viel Einfluss auf den öffentlichen Diskurs und die Gesellschaft. Einerseits liegt es an den Medien, Themen wie Rassismus und Diskriminierung an die Oberfläche zu bringen und ihren Konsument*innen klar zu machen, dass es – nach wie vor – Menschen gibt, die davon direkt betroffen sind, und andererseits trägt die Sprache und die Art und Weise der Berichterstattung oft dazu bei rassistisches und diskriminieren- des Gedankengut zu verbreiten und zu legitimieren.

Deshalb habe ich einen kurzen Abriss über 20 Jahre Rassismus in den Medien verfasst, welcher hier zu finden ist –> https://zara.or.at/de/wissen/aktuelles/n/news/9QqlcMGrS/Thema:_20_Jahre_Rassismus__in_den_Medien

Wien ist die Kulturstadt. Doch für wen? – an.schläge 8/2019

Kunst und Kultur sind nach wie vor Eliteprojekte. Doch es gibt viele kulturpolitsche Versuche, der Vielfalt einer Stadt gerecht zu werden. VANESSA SPANBAUER hat bei drei Expertinnen nachgefragt.

Die Wiener Kunst- und Kulturszene ist vielfältig – divers in ihren Disziplinen, in den Genres und der Größe. Um die Diversität der Kunstschaffenden selbst hingegen ist es schlecht bestellt. Doch immermehr kulturpolitische Initiativen wollen das endlich ändern….IMG_1587

Der gesamte Artikel unter https://anschlaege.at/platz-fuer-alle/

Was wären die letzten 20 Jahre ohne Zivilcourage? – Video ZARA

Dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit in enger Kooperation mit DEGESTALT (www.dergestalt.at), dem Studio für Mediengestaltung, ein Video für den Verein ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit https://www.zara.or.at/ zu entwickeln.

Bei ZARA kann man seit 20 Jahren Rassismus melden & die Meldungen, die dort gesammelt wurden, sind nur die Spitze des Eisbergs.

Wir müssen alle zusammen das strukturelle, politische und gesellschaftliche Phänomen des Rassismus bekämpfen!

Nachruf auf Theodor Wonja Michael – TAZ

Es gibt Menschen, die aus der Ferne inspirieren. Theodor Wonja Michael war so ein Mensch für mich. Ein Schwarzer Deutscher, ein Kämpfer, ein Zeitzeuge und jemand, dem Andere nicht egal waren. Deshalb habe ich mich besonders geehrt gefühlt einen Nachruf für die taz verfassen zu dürfen.

Nachlesen unter – https://taz.de/Nachruf-auf-Theodor-Wonja-Michael/!5633021/

Bildschirmfoto 2019-11-07 um 12.17.28.png

Filmkritik „Lionheart“ – an.schlage 5/2019

„Lionheart“, die erste Netflix-Kooperation mit der nigerianischen Filmbranche, bricht gleichermaßen mit Geschlechter- und Nollywood-Klischees. Von VANESSA SPANBAUER

Was geschieht, wenn es um die temporäre Nachfolge eines Familienunternehmens geht und kein männlicher Nachkomme bereitsteht? Genau, ein anderer Mann wird geholt, ungeachtet dessen, dass eine Nachfolgerin bereits seit Jahren in den Startlöchern steht. Die Geschichte der übergangenen Tochter, die hart kämpft, um die Anerkennung zu bekommen, die ihr zusteht, ist nicht neu – doch die Szenerie ist für westliche Sehgewohnheiten äußerst ungewöhnlich.

Lionheart-Netflix

(c) Netflix

„Lionheart“ ist nämlich die erste Zusammenarbeit zwischen Netflix und der nigerianischen Filmbranche und setzt damit ein Zeichen. Neben Hollywood hat sich vor vielen Jahren Bollywood mitsamt aller Besonderheiten im Westen etabliert, bei uns weniger bekannt, aber ebenso einzigartig ist Nollywood. Nollywood gilt als die drittgrößte Filmindustrie der Welt. Zum Vergleich: In Österreich werden pro Jahr zwischen dreißig und fünfzig Filme produziert, in Nigeria sind es um die fünfzig Produktionen pro Woche. Nollywood ist nicht nur der zweitgrößte Arbeitgeber Nigerias nach der Landwirtschaft, sondern beherrscht die Bildschirme des gesamten afrikanischen Kontinents. Doch in Nollywood wird nicht nur für den afrikanischen Markt produziert, die Filme erfreuen sich auch in der Diaspora weltweit großer Beliebtheit. Selbst wer nicht in einer nigerianischen Familie aufwächst, sieht die Filme seit frühster Kindheit in irgendwelchen Wohnzimmern nebenbei oder schaut gleich mehrere hintereinander beim Haaremachen im Afroshop. Aufgrund der großen Nachfrage sind viele Nollywood-Filme auch auf YouTube zu finden – für Netflix ist es also ein kluger Move, sich solche Publikumslieblinge zu sichern.
…….

Der gesamte Text unter https://anschlaege.at/an-sehen-das-herz-der-loewin/

„Ich habe mich so geniert“ – an.schläge 4/2019

Immer mehr Menschen leben versteckt in Armut und ohne eigenes Zuhause. Für Frauen bedeutet das oft Gewalt und Abhängigkeit. Von VANESSA SPANBAUER

Bildschirmfoto 2019-12-09 um 20.38.58

„Mit neun war ich das erste Mal zwei Wochen auf der Straße“, sagt die Frau, die vor mir sitzt. Sie wirkt gelassen, denn über ihre Geschichte spricht sie im Rahmen der „Supertramps“ oft. Supertramps ist ein Projekt, das wohnungslosen Menschen die Möglichkeit gibt, ihre Geschichte zu teilen. Bei den Touren bieten obdachlose Stadtexpert_innen wichtige Einblicke in ein Leben, mit dem die Teilnehmenden sonst selten konfrontiert werden. Sandra lebte viele Jahre im Heim, bis ihre Mutter sie wieder zu sich holte. Mit 17 Jahren führte sie das Leben wieder zurück auf die Straße. Da das Leben als wohnungslose Frau alles andere als ungefährlich ist, schloss sie sich einer Gruppe an. „Wir haben uns immer gegenseitig unterstützt. Ich habe auf die Sachen aufgepasst, während die anderen schnorren gegangen sind. Man teilt alles und Lehrlingsgeld hatte ich zusätzlich auch.“ Durch die Lehre konnte Sandra wieder Fuß fassen, fand schließlich auch eine eigene Wohnung. Sie erinnert sich: „Von 18 bis 44 habe ich ganz normal gelebt. Ich war arbeiten, verheiratet, habe Kinder aufgezogen und wollte ihnen alles bieten.“

Der gesamte Artikel unter https://anschlaege.at/ich-habe-mich-so-geniert/

WIN WIN: Beale Street – Verlost

In den 1970ern in Harlem: Der 22-jährige Bildhauer Alonzo Hunt, genannt Fonny, und die 19-jährige Verkäuferin Tish sind erst Freunde, doch ihre Freundschaft mündet in eine tiefe Liebe. Als Fonny fälschlicherweise beschuldigt wird, eine Frau vergewaltigt zu haben, obwohl er ein Alibi hat und er sich demnach gar nicht in der Nähe des Tatortes befunden haben kann, muss er ins Gefängnis. Eine tragische Liebesgeschichte folgt, bei der es nicht nur um falsche Anschuldigungen, sondern auch um Rassismus geht und uns tief im Herzen trifft. Dabei geht uns die #younglove von Fonny und Tish nicht mehr aus dem Kopf.

Beale Street
Drama
Regie: Barry Jenkins
Mit: Kiki Layne, Stephan James, Regina King, Colman Domingo, ua.
VÖ: 7. März 2019

Zu gewinnen gibt es ein Package zum Film bestehend aus dem Buch zum Film von James Baldwin, 1 Filmposter, 2 Ticketgutscheine (einzulösen österreichweit).

Beale Street Blues_ Cover__DTV_08662_3dicon-tickets
Wenn du gewinnen willst schicke eine Mail mit dem Betreff Beale Street an vansista.blog@gmail.com

Und beantwortet eine Frage:
Was ist eure Lieblingsliebesgeschichte in einem Film?

Bitte ebenfalls die Adresse angeben!

Danke an Filmladen.

Viel Glück!

*Teilnahmeberechtigt sind alle Menschen über 18 Jahren mit Hauptwohnsitz in Österreich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barablöse möglich. Ende der Teilnahmefrist ist der 08.03.2019.