Zur Gründung des Magazins „fresh – Black Austrian Lifestyle“ wurde ich im Juli 2014 ins FM4 Studio eingeladen und habe mit Steven Crilley gequatscht.
Hier zum Nachhören (sorry für die Qualität) :
Zur Gründung des Magazins „fresh – Black Austrian Lifestyle“ wurde ich im Juli 2014 ins FM4 Studio eingeladen und habe mit Steven Crilley gequatscht.
Hier zum Nachhören (sorry für die Qualität) :
Fresh – Black Austrian Lifestyle startet im Juni 2014

Das Abenteuer starten wir mit Afro-Dirndln, Angelo Soleman und der Heavy Metal Kultur in Botswana. Am Cover Austria’s Next Topmodel Gewinnerin Lydia Obute – das Cover Interview auch hier.
It’s fresh, so fresh and exciting…
Im Rahmen des Eurovision Song Contests 2014 in Wien habe ich die Chance bekommen, an der Seite von Politikern, Akademikern und Künstlern an einem Symposium teilzunehmen. Und konnte im Panel „Integration & Stereotypes“ mitdiskutieren.

Der ESC trägt natürlich auch zum Image der teilnehmenden Staaten bei, durch den Sieg von Conchita Wurst im Vorjahr etwa durch die öffentliche Wahrnehmung, dass Österreich ein tolerantes Land sei. „Der ESC kann die Realität aber nicht ersetzen“, sagte der Public-Value-Beauftragte des ORF, Klaus Unterberger, dann bei der ersten von insgesamt drei Podiumsdiskussion, die für den Montag angesetzt waren. Bei der Diskussion zum Thema „Integration und Stereotypen“ betonte Unterberger, dass Europa den Gemeinschaftsgedanken notwendig habe und der ESC diesen Bedarf mit erfülle.
„Österreich sendet zwar Toleranz“, sagte hingegen Vanessa Spanbauer, stellvertretende Chefredakteurin der Zeitschrift „Fresh“, die den „Black Austrian Lifestyle“ thematisiert. „Schwarze Österreicher sind aber nicht im Alltagsleben vertreten und es gibt Rassismus trotz Role-Models wie David Alaba.“ Bemerkenswerterweise wurde die angesprochene Toleranz im Jahr 2000 mit den österreichischen ESC-Starterinnen, den teils dunkelhäutigen Rounder Girls zu einem Zeitpunkt versendet, als das Land gerade den EU-Sanktionen als Folge der schwarzblauen Koalition ausgesetzt war. Auch Kleveland, die den ESC von 1986 im norwegischen Bergen moderierte, bemerkte, dass Österreich in diesem Jahr von der Waldheim-Affäre belastet wurde und Timna Brauer als Kandidatin schickte.
„Österreich ist nicht Disney Land, ist nicht ‚Sound of Music‘“, unterstrich Unterberger, denn natürlich gebe es in Österreich Xenophobie und Intoleranz. Der Sieg von Conchita Wurst habe aber dafür gesorgt, dass die Intoleranten kurz einmal still waren. „Der Song Contest ist auch ein Beitrag zur Demokratie in Europa“ hob der Public Value-Beauftragte hervor.
Da ich im Rahmen meines Studiums ein Seminar zum ESC bei Dr. Dean Vuletic, dem Organisator des Symposiums, absolviert habe, findet ihr außerdem einen Text über diese Erfahrung hier.
Als Joungjurnalist hat man es nicht ganz einfach, deshalb freue ich mich ein Teil dieses kurzen Videos gewesen sein zu dürfen. Das Video wurde 2013 im Rahmen des Journalistenpreises Integration gedreht und stellt die Biber Akademie und ein paar ihrer Absolventen vor.
Quelle: Digifilm
Außer rudimentär bei Ikea spreche ich kein Schwedisch…
…das hält schwedische Journalisten jedoch nicht auf meine Texte zu lesen und als Quelle für ihre eigenen zu verwenden. Erik Niva, der Schwedische Sportjournalist des Jahres 2012, fand meinen „Alaba Effekt“ so spannend, dass er ihn gleich bei sich eingebaut hat – da verzeihe ich auch den etwas verhunzten Namen.

Ich weiß zwar nicht, wie ich zu dieser Ehre komme, aber ett stort tack!
Link: http://www.aftonbladet.se/sportbladet/kronikorer/erikniva/dokument/article17630411.ab
Fangirling!
2013 brachte mich die Reise zum TV-Sender gotv. Nach zwei Wochen im Praktikum ging es in großen Schritten Richtung Nova Rock, wo ich mein erstes TV-Interview + hosted by auf einem Festival bestritt.
Ausgerechnet Paramore – eine meiner absoluten Lieblingsbands – sollten meine ersten Festival-Interviewpartner sein.
Äußerlich blieb ich ganz cool, innerlich kreischte ich wie ein kleines Kind, als Hayley Williams nach dem Dreh mein Outfit lobte und für ein Foto posierte. Memories!
„Schau dir die da drüben an, so ein fettes Schwein!“, solche und andere Beleidigungen hört man tagtäglich auf den Straßen. Mir tun sie weh, obwohl mich wahrscheinlich niemand als „fettes Schwein“ bezeichnen würde. Nicht mehr!
Jedes Mal, wenn sich jemand über „fette Kinder“ das Maul zerreißt, schreit das fette Kind in mir auf. „Was ist denn los?“, höre ich manchmal. Tja, ich war eines dieser „fetten Kinder“ über die sich so gerne lustig gemacht wird. Ich wurde als Kind ausgelacht, gehänselt und beschimpft. Da ist er, der Grund wieso ich nicht lachen kann. Sorry!
Jetzt wiege ich fast halb so viel wie früher. Die Menschen in meiner Umgebung scheinen sich schnell daran gewöhnt zu haben – man kann sich mich sogar „gar nicht mehr anders vorstellen“. Hin und wieder höre ich sogar aus Mündern alter Bekannter abfällige Bemerkungen über Übergewichtige. Ich kann es kaum fassen! Vergessen sie so schnell?
Massig, füllig oder korpulent? Nein, schlicht und ergreifend „fett“ ist das Wort, das am meisten fällt, wenn über dieses Thema gesprochen wird. Viele Dinge fanden wohl früher hinter meinem Rücken statt. Klar habe ich viel mitbekommen, aber nun merke ich erst richtig, wie dünne Menschen Dicke wahrnehmen.
Leute, die mich erst seit rund einem Jahr kennen, kennen nur einen Teil von mir – die Hälfte genauer gesagt. Wenn man es mir auch nicht ansieht, ich habe immer noch 125 Kilo – ganz tief in mir. Ich gehe immer noch außen herum, wenn zwei Tische nah aneinander stehen, weil ich annehme, nicht durchzukommen. Wenn ich mir meine Kleidung ansehe, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, hineinzupassen. Einen Baum hochzuklettern, erscheint mir nach wie vor als unmöglich. Weiterlesen
Mein Leben als „Bounty“ – innen weiß und außen schwarz – war bisher eher zach, doch jetzt scheint sich etwas zu ändern. Star-Kicker David Alaba und Co. sind plötzlich voll angesagt. Werde auch ich jetzt cool?
Vor Kurzem ist mir was Witziges passiert. Hinter mir am Gehsteig höre ich zwei Männerstimmen und ein paar Wortfetzen tiefstes Wienerisch. Ich bemerke, wie die Männer versuchen, mich einzuholen. Ihre Schritte werden schneller. Mental bin ich schon auf eine rassistische Ansage oder den x-ten dummen Spruch auf Englisch gefasst. Doch nein. Die zwei – ich schätze sie auf 45 Jahre – beginnen ganz normal mit mir zu quatschen und wollen meine Herkunft wissen. Huch, das ist neu. Verdutzt erkläre ich ihnen, dass ich Österreicherin bin und mein Vater aus Nigeria stammt. „Wie der Alaba!“, sagt der eine mit großen Augen. Noch komplett überrascht von der Situation sage ich: „Ja, mit dem hab ich als Kind sogar gespielt.“ Zur Erklärung: Man kennt sich in der Community, unsere Eltern waren befreundet. Und so krabbelte ich mit dem späteren Star-Kicker zwischen Bauklötzchen und der Holzlokomotive um die Wette. Erst kürzlich hab ich alte Fotos von uns beiden gefunden. Die zwei Männer sehen mich noch eine Zeit staunend an und wünschen mir einen „ganz, ganz schönen Tag“. Danke David! Durch dich scheint sich etwas zu tun in Österreich. Das verfestigte Bild vom dunkelhäutigen, aidskranken Drogendealer, bekommt Risse – durch Talente wie Alaba, bei denen die Hautfarbe vielen offenbar egal ist. Aus automatischer Ablehnung wird Neugierde. Vielleicht kommt nur mir das so vor, aber es tut sich was.

Auch andere schwarze werden Teil dieses neuen Bildes, etwa Alabas Schwester Rose, die Finalistin bei Popstars-Mission Österreich war, oder Lydia Obute, die Gewinnerin von Austria’s Next Topmodel. Claudia Unterwerger kennt man als Stimme von Fm4 und als Gesicht vom ZiB-Flash. Und Arabella Kiesbauer ist ja schon lange ein Fixstern am österreichischen Fernsehhimmel. Ziemlich gestaunt habe ich über den Privatsender Puls 4, der David, Rose, Lydia Obute und India Callender, die Finalistin des Kiddy Contests 2011 von Plakatwenden strahlen hat lassen – mit dem Titel „Österreichs Champions“. Ist das ein neues Movement?
Den gesamten Text findest du unter http://www.dasbiber.at/content/der-alaba-effekt