Äh, wie schafft man es ins Mainstream-Radio? – redbull.com November 2015

Heimische Mainstream-Radios & heimische Musik?
Keine Traumbeziehung. Und doch gibt es Ausnahmen.

Bei mir tauchen Jahr für Jahr große Fragezeichen auf, wenn die Nominierten für die Amadeus Awards bekanntgegeben werden. Während ich mir den Kopf darüber zerbreche, wo sich gewisse Acts vor mir versteckt haben, räumen diese dann meistens auch Preise ab.

Radio und österreichische Musik, Beziehungsstatus: Es ist kompliziert! Eigentlich konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich die mir unbekannten Künstler gerade dort sammeln. Unter anderem seit dem #elkegate – ich erspare euch jetzt die tausendste Ausführung dazu, fragt Google – hat sich in Sachen Ö-Quote etwas getan, auch wenn eine gewisse Drucksituation im Spiel war.

Und doch nehme ich persönlich Mainstream-Radio fast als Parallel-Universum wahr, da ich mich auf anderen Sendern & Plattformen der heimischen Musik hingebe, fernab jeglicher Massentauglichkeit. Also, was tun, um meinen Horizont zu erweitern?

Ich habe exemplarisch ein paar heimische Acts unter die Lupe genommen, die sich in der Mainstream-Welt etablieren konnten.

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© Universal Music Austria, © Zoe , © filou , © Tagträumer

Hier geht’s zum Text http://www.redbull.com/at/de/music/stories/1331758671619/musik-aus-oesterreich-mainstream-musik-im-radio

Interview: FDTF „Diese Band kann man nicht austauschen“ – redbull.com September 2015

From Dawn To Fall im Gespräch:
Über 10 Jahre Bandgeschichte und warum sie bald Lebewohl sagen.

Beginn, Aufstieg, Ende – was klingt wie eine Umschreibung Roms, führt quer durch die fast 10-jährige Geschichte einer der österreichischen Rockbands, die meine späten Teeniejahre entscheidend geprägt haben. Abrocken – egal, ob in Mini-Clubs oder auf der Donauinsel – war das Motto. Myspace lieferte nicht nur Tour-Dates, sondern auch den heißesten Gossip. „Gossip“, so heißt auch ein Song auf der zweiten Platte der fünf Jungs aus Perchtoldsdorf. Der Musikstil änderte sich leicht – weniger Geschrei, mehr Pop. Das fanden nicht nur die Mainstreammedien gut: Auch in Japan feierten From Dawn To Fall Erfolge.

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(c) Atelier Karasinski/Red Bull Content Pool

Irgendwann wurde es sehr still um die Jungs, die sich mittlerweile FDTF schreiben. Ein nicht veröffentlichtes Album, Stoffls Ausstieg und ein neuer Sänger prägten die letzten Bandjahre. Das kann so nicht enden, dachten auch sie sich und geben noch ein letztes Mal Gas: Das verschollen geglaubte, dritte Album „BLVRS“ ist erschienen. Zusammen mit der für Oktober angesetzten Abschlusstour in Originalbesetzung markiert es das Ende einer gemeinsamen Reise in die Welt des Erwachsenwerdens.

Weil Auseinandergehen bekanntlich schwer ist, bin ich mit vier von fünf Bandmitgliedern – Philip ließ sich leider entschuldigen – durch die Jahre gereist. Schicke Fotos fanden sich auch – because the internet never forgets!

Das Interview + Fotos hier – http://www.redbull.com/at/de/music/stories/1331745430773/fdtf-blvrs-interview

Interview: Gerard – redbull.com Juli 2015

Neustart – den wagt Gerard mit seinem Album „Blausicht“ vor zwei Jahren. Das MC im Namen verschwindet, die Karriere wird ernster genommen und der Sound wird eigenständiger. Er kann eine neue Fan-Schar für sich begeistern. Sie gründen Fanseiten, lassen sich Zitate tätowieren und tragen den Merch-Turnbeutel mit Stolz. Ende letzten Jahres dann die Nachricht: Ein neues Album kommt, inklusive Tour im Jahr 2015.

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(c) Gerard/ Heart Working Class

Die Mama ist stolz. So stolz, dass sie sich eine Fotowand mit Momentaufnahmen ihres Sohnes zulegt. Als ich Gerald Hoffmann – so sein bürgerlicher Name – im Frühling über den Weg laufe, erzählt er mir von einem gemeinsamen Foto mit mir, das in seinem Elternhaus in Oberösterreich hängt. Entstanden ist es bei einem früheren Interview. Dann spricht er begeistert von seinem gerade entstehenden Album. Ein paar vorgespielte Beats später steigt die Spannung auf das Werk enorm… Weiterlesen

Österreich, deine Auswanderer – redbull.com Mai 2015

Plötzlicher Hype und Freunderlwirtschaft –
vier übersiedelte Acts und ihr Blick in die Heimat.

Der Österreicher jammert gern, der österreichische Musiker ist davon nicht ausgeschlossen. Natürlich nicht unbegründet – fehlende Radio-Airplays, Medienignoranz und wenig Wertschätzung prägten die österreichische Musiklandschaft für viele Jahre. Seit dem letzten Jahr scheint sich allerdings etwas zu tun in unserem Land. Heimische Acts heimsen mehr Aufmerksamkeit ein als je zuvor – allen voran Wanda und Bilderbuch. Mehr geht natürlich immer, doch der Weg ist ein Guter.

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Ja, Panik, RAF, Anna F., salute (li.o.n.re.u.)© Gabriele Summen, Indipendenza, Anna F. Presse, Agnes Lloyd-Platt

Das Ausland scheint uns um Jahre voraus zu sein in Sachen Wertschätzung rot-weiß-roter Künstler. Acts wie Parov Stelar, Soap&Skin, HVOB sind international längst keine unbeschriebenen Blätter mehr. Ganz Europa musste Conchita Wurst an die Spitze wählen, bevor es in Österreich die Kritiker „eh immer schon gesagt“ haben. Und wie jeder weiß, wurde Falco damals auch nicht auf Anhieb im Radio gespielt.

Na dann, warum es nicht gleich woanders versuchen? Sachen packen und auf geht’s!

Den gesamten Text gibt’s unter http://www.redbull.com/at/de/music/stories/1331725476125/oesterreichische-musiker-im-ausland